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Was ist was?


Kanzeon

Kanzeon ist der Bodhisattva des Mitgefühls im Mahayana-Buddhismus. "Kanzeon" oder "Kannon" ist der japanische Name für den Bodhisattva "Avalokiteshvara". Der Name wird meist übersetzt mit: "Der, der die Schreie der Welt hört". Man kann "Er" auch mit "Sie" übersetzen, "hört" auch mit "sieht" und "Schreie" als "Klänge". Wir sagen meist: Die Kanzeon. Obwohl Kanzeon als ein Bodhisattva [Sanskrit: "Erleuchtungswesen"] geehrt wird, ist sie keine Gottheit. Sie wird eher als die Verkörperung des Mitgefühls in jedem von uns empfunden, ob wir Mann oder Frau sind oder in welchem Winkel der Welt wir leben.

Kinhin

Kinhin ist die Geh-Meditation, die für etwa 10 Minuten zwischen zwei Zazen-Sitzperioden stattfindet.

Koan

jap. (chin: Kung-an), wörtl.: "öffentlicher Aushang"; in der Zen-Tradition eine Erklärung, Frage, Anekdote oder ein Dialog, der intellektuell nicht verstanden oder gelöst werden kann. Die Meditation über ein Koan führt dazu, den Intellekt zu überschreiten und die nichtduale Natur der Wirklichkeit zu erfahren. Koans werden dem Zen-Schüler vom Lehrer gegeben, um ihn zur Erkenntnis zu bringen und ihm zu helfen, sein Verständnis zu vertiefen.

Sesshin

Ein Sesshin ist eine Zeit besonders intensiver Übung über mehrere Tage. Der Lehrer oder die Lehrerin hält Teishos (Vorträge) und es besteht die Gelegenheit des persönlichen Gespräches mit ihm oder ihr. Es werden verschiedene, auf die Bedürfnisse des jeweiligen Schülers eingehende Meditationstechniken angewandt, wie Atemtechniken, Shikantaza ("nur" sitzen) oder Kôan-Studien (paradoxe "Rätsel"). Alle Techniken zielen darauf ab, die Konzentrationsfähigkeit zu stärken und die Grenzen des diskursiven Denkens aufzuzeigen.

Shikantaza

jap., wörtlich etwa: shi bedeutet nur; kan ist etwa regieren, herrschen, sorgen für; taza bedeutet gerade sitzen. Eine gute wörtliche Übersetzung wäre: "Nur konzentriert aufs gerade Sitzen". Meist wird Shikantaza übersetzt mit "nur sitzen". Shikantaza bezeichnet Zazen selbst, ohne Techniken wie Atemzählen oder Koan-Studium. Shikantaza wird charakterisiert durch intensives nichtdiskursives Bewußtsein; es ist "Zazen, bei dem Zazen um des Zazen willens gemacht wird".

Zabutan [Zabuton]

Zabutan [Zabuton], jap., wörtl.: "Sitzmatte", eine flache mit dunklem Stoff bezogene Matte für die Knie und das Zafu. Auf dieser Matte von etwa 70x90cm übt man Zazen.

Zafu

Zafu, jap., wörtl.: "Sitzkissen"; ein rundes Kissen aus schwarzen Stoff, das fest mit Kapok oder Buchweizenhülsen gefüllt ist und zum Sitzen beim Zazen benutzt wird.

Zazen, die Sitzmeditation

Zazen heißt wörtlich "Sitzen in Versenkung", wobei za "sitzen" und zen "Meditation, Konzentration, Versenkung" bedeutet. Es geht darum, in einem Zustand hellwacher Aufmerksamkeit zu verweilen, die auf kein Objekt gerichtet ist und an keinem Inhalt haftet.